01 / Anwendungsfälle
Wann setzt man ein BOM-Audit ein?
Vier Situationen, in denen das Audit den Ausschlag gibt
Der Auslöser ist selten „wir wollen mal schauen“. In allen bisherigen Mandaten stand eine konkrete Entscheidung an, für die eine Zahl fehlte.
01
Die Preisverhandlung läuft ins Leere
Der Lieferant bewegt sich nicht, und im Gespräch fehlt das Gegengewicht. Das Audit liefert es: den Preis derselben Baugruppe beim Hersteller, den Aufwand eines Wechsels und die qualifizierte Alternative. Damit ist die Verhandlung keine Bitte mehr, sondern eine Wahl.
02
Ein Bauteil wird abgekündigt
Die Abkündigung kommt per E-Mail, mit einer Frist für die letzte Bestellung. Die Frage ist nicht, ob ein Nachfolger existiert, sondern was der Umstieg in Engineering-Stunden kostet und ob ein Last-Time-Buy die günstigere Antwort ist. Das Audit beziffert beide Wege.
03
Die Zweitquelle steht nur auf dem Papier
Im Datenblatt steht „pinkompatibel“, in der Schaltung verhält sich das Bauteil anders. Das Audit prüft, ob die Alternative im konkreten Aufbau funktioniert: ESR-Fenster, Derating unter DC-Bias, Timing, Zulassungen. Eine Zweitquelle zählt erst, wenn sie qualifiziert ist.
04
Due Diligence vor der Finanzierungsrunde
Investoren fragen nach Lieferkettenrisiken, und eine Aufzählung genügt nicht. Der Bericht nennt je Position den Schweregrad, die Ablösekosten und die verfügbare Alternative. Ein Dokument, das im Datenraum liegen kann.